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Frau Bäcker befindet sich nach einem Verkehrsunfall im Krankenhaus. Nach demUnfall hat sie das Bewusstsein nicht wiedererlangt. Sie hat schwere Hirnverletzun-gen davongetragen und muss künstlich beatmet und ernährt werden.

Frau Bäcker befindet sich nach einem Verkehrsunfall im Krankenhaus. Nach demUnfall hat sie das Bewusstsein nicht wiedererlangt. Sie hat schwere Hirnverletzun-gen davongetragen und muss künstlich beatmet und ernährt werden.

Ihr Mann legt eine Patientenverfügung vor, die inhaltlich einen Abbruch der Be-handlung vorgibt. Das sieht der behandelnde Arzt fachlich ebenso.

Herr Bäcker legt weiterhin eine schriftliche Vollmacht vor, in der Frau Bäcker ihnausdrücklich ermächtigt hat, unter den Vorgaben der Patientenverfügung die Ein-willigung in eine weitere Behandlung zu versagen. Zweifel an der Echtheit der Ur-kunde bestehen nicht.

Müssen Herr Bäcker und der behandelnde Arzt das Betreuungsgericht anrufen, umeinen Betreuer einzusetzen, um der Patientenverfügung förmlich Geltung zu ver-schaffen? Muss das Betreuungsgericht den Behandlungsabbruch genehmigen? Gehen Sie hierbei auf die gesetzlichen Grundlagen ein.

Antwort:

Fall Frau Bäcker: Rechtliche Schritte nach Verkehrsunfall
Frau Bäcker liegt nach einem Unfall im Koma und hat eine Patientenverfügung erstellt, die den Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen vorsieht. Ihr Mann, der eine schriftliche Vollmacht besitzt, möchte diese Verfügung durchsetzen.

Weder die Einschaltung des Betreuungsgerichts noch eine gerichtliche Genehmigung sind erforderlich. Die Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht bilden die rechtliche Grundlage für den Behandlungsabbruch.

Der Arzt sollte den Patienten vor dem Abbruch nochmals gründlich untersuchen und die Prognose absichern. Eine zweite ärztliche Meinung einzuholen ist ratsam. Die Entscheidung sollte im Einklang mit den ethischen Grundsätzen des Arztes und des Krankenhauses erfolgen.